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Fassaden-Wettbewerb Outletcity Metzingen

Arkaden als identitätsstiftendes Element im Städtebau

Im Rahmen eines Fassadenwettbewerbs für die Erweiterung der Outletcity Metzingen wurde ein architektonisches Konzept entwickelt, das Arkaden als verbindendes Element nutzt. Die Gestaltung stärkt die Identität des Areals und schafft zugleich funktionale, überdachte Verbindungen zwischen den Gebäuden.

Für die Erweiterung der Outletcity Metzingen auf dem ehemaligen G&V-Areal wurde ein Fassadenwettbewerb ausgelobt. Grundlage bildete eine bestehende städtebauliche Planung, die durch ein prägendes architektonisches Motiv weiterentwickelt werden sollte.

Der Entwurf verfolgt das Ziel, dem Areal eine eigenständige Identität zu verleihen und gleichzeitig die Wegebeziehungen zwischen den Gebäuden zu stärken.

Architektonisches Konzept: Arkaden als Leitmotiv

Zentrales Element des Entwurfs ist die Arkade als verbindendes Thema für alle neu entstehenden Gebäude. Sie wird nicht als dekoratives Element verstanden, sondern als architektonische Typologie, die funktionale und gestalterische Anforderungen vereint.

Die Arkaden schaffen überdachte Wege, strukturieren die Fassaden und verbinden die einzelnen Baukörper zu einem zusammenhängenden Stadtraum.

Städtebau: Verbindung und Orientierung

Durch die konsequente Anwendung der Arkaden entsteht ein klar lesbares Wegenetz innerhalb des Areals. Die fußläufigen Verbindungen werden räumlich gefasst und intuitiv geführt.

Gleichzeitig entstehen differenzierte Aufenthaltsbereiche, die das Areal als eigenständigen Ort innerhalb der Outletcity positionieren.

Referenz und Transformation: Europäische Einkaufskultur

Die Arkade ist ein historisch gewachsener Bautyp, der seit Jahrhunderten mit hochwertigem Handel verbunden ist. Vorbilder finden sich in europäischen Städten wie Maximilianstraße, der Galleria Vittorio Emanuele II oder dem Markusplatz.

Der Entwurf greift diese Typologie auf und übersetzt sie in eine zeitgemäße Formensprache, die auf den spezifischen Ort in Metzingen reagiert.

Gestaltung und Atmosphäre: Raum als Erlebnis

Die Kombination aus Arkaden, Vordächern und differenzierten Fassadenelementen erzeugt ein zusammenhängendes räumliches Erlebnis. Die Architektur vermittelt ein vertrautes, urbanes Flair und erinnert in ihrer Wirkung an südeuropäische Stadträume.

Dabei werden funktionale Anforderungen wie Witterungsschutz und Orientierung selbstverständlich integriert.

Projektinformationen

Projekt: Fassaden-Wettbewerb Outletcity Metzingen

Standort: Metzingen, Baden-Württemberg

Typologie: Wettbewerb / Fassadengestaltung / Städtebau

Zeitraum Wettbewerb: 2016-2017

Realisierung: 2017-2019

Zusammenarbeit: Beer Bembé Dellinger Architekten & Stadtplaner GmbH

Schwerpunkte:

  • Arkaden als städtebauliches Leitmotiv
  • Fassadengestaltung für Gewerbe und Einzelhandel
  • Verbindung von Architektur und Wegeführung
  • Identitätsbildung im urbanen Raum

Häufige Fragen zum Projekt

Worum ging es beim Fassadenwettbewerb in der Outletcity Metzingen?

Im Rahmen der Erweiterung der Outletcity Metzingen wurde ein Fassadenwettbewerb für das G&V-Areal ausgelobt. Ziel war es, auf Basis einer bestehenden städtebaulichen Planung ein prägendes architektonisches Konzept für die neuen Gebäude zu entwickeln.

Welche Funktion haben Arkaden in der Architektur von Einkaufsbereichen?

Arkaden schaffen überdachte Wege, strukturieren Fassaden und verbinden Gebäude zu einem zusammenhängenden Stadtraum. In Einkaufsbereichen verbessern sie die Orientierung, bieten Witterungsschutz und fördern die Aufenthaltsqualität.

Wie beeinflusst Fassadengestaltung die Besucherführung?

Die Fassadengestaltung kann Wegebeziehungen visuell und räumlich lenken. Elemente wie Arkaden, Öffnungen oder Materialwechsel helfen dabei, Bewegungsrichtungen intuitiv zu führen und Aufenthaltsbereiche klar zu definieren.

Wie wird traditionelle Architektur in modernen Gewerbeprojekten interpretiert?

Traditionelle Typologien wie die Arkade werden aufgegriffen und in eine reduzierte, zeitgemäße Formensprache übersetzt. So entstehen Gebäude, die an historische Vorbilder anknüpfen und gleichzeitig den Anforderungen moderner Nutzung gerecht werden.