Wohnanlage Mankham – 40 Wohnungen in Oberbayern
Wohnungsbau im Vierseitenhof – moderne Interpretation ländlicher Architektur
Die Wohnanlage Mankham in Oberbayern umfasst 40 Wohneinheiten und basiert auf einem städtebaulichen Konzept des Vierseitenhofs. Die Architektur verbindet effizienten Wohnungsbau mit der Typologie des Einfamilienhauses und schafft so eine hohe Wohnqualität im ländlichen Kontext.
Projektüberblick
Das Projekt entstand aus einem Investorenwettbewerb, bei dem das Grundstück für Wohnungsbau vergeben wurde. Der Entwurf überzeugte durch ein klares städtebauliches Konzept und eine wirtschaftlich optimierte Planung.
Im weiteren Verlauf wurde das Konzept in eine konkrete Entwurfs- und Genehmigungsplanung überführt und bis zur Ausführungsplanung weiterentwickelt.
Städtebau: Vierseitenhof im ländlichen Kontext
Die Anlage greift die Typologie des Vierseitenhofs auf und überträgt sie in einen modernen Wohnungsbau. Zwei L-förmige Gebäude definieren einen gemeinsamen Hof als zentralen Aufenthaltsbereich.
Dieses Prinzip ermöglicht es, großvolumige Baukörper selbstverständlich in eine von Einfamilienhäusern geprägte Umgebung zu integrieren und gleichzeitig eine klare räumliche Struktur zu schaffen.
Wohnen: Einfamilienhausgefühl im Geschosswohnungsbau
Ein zentrales Element des Konzepts sind Maisonettewohnungen mit eigenem Eingang vom Hof. Diese Einheiten verbinden die Vorteile eines Einfamilienhauses mit der Effizienz eines Mehrfamilienhauses.
Ergänzt wird das Angebot durch kompakte Wohnungen an zentralen Treppenhäusern sowie großzügige Dachwohnungen mit Terrassen.
Architektur: Regionale Typologie neu interpretiert
Die Gestaltung orientiert sich an traditionellen Bauernhöfen in Oberbayern. Putz- und Holzfassaden werden kombiniert und klar gegliedert.
Loggien, große Öffnungen und gemeinschaftliche Bereiche werden in die Holzfassaden integriert, während die Dachlandschaft bewusst ruhig und ohne Gauben ausgebildet ist.








Projektinformationen
Standort: Oberbayern
Typologie: Wohnungsbau / Mehrfamilienhaus
Einheiten: 40 Wohnungen
Besonderheit: Vierseitenhof-Konzept
Schwerpunkte:
- Wohnungsbau im ländlichen Kontext
- Kombination aus Maisonetten und Geschosswohnungen
- Tiefgarage mit über 60 Stellplätzen
- Architektur mit regionalem Bezug
Häufige Fragen zum Projekt
Was ist das Konzept eines Vierseitenhofs im Wohnungsbau?
Der Vierseitenhof ist eine traditionelle Bauform im ländlichen Raum, bei der Gebäude einen gemeinsamen Innenhof bilden. Im modernen Wohnungsbau wird dieses Prinzip genutzt, um größere Baukörper zu strukturieren und gleichzeitig einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt zu schaffen.
Wie kann Geschosswohnungsbau ein Einfamilienhausgefühl bieten?
Durch Maisonettewohnungen mit eigenem Eingang lassen sich Qualitäten eines Einfamilienhauses in den Geschosswohnungsbau übertragen. Bewohner profitieren von direktem Zugang, klarer Zuordnung und individueller Wohnstruktur.
Wie lässt sich Wohnungsbau in ländliche Strukturen integrieren?
Eine Integration gelingt durch Bezug auf regionale Bautypologien, Maßstäblichkeit und klare Raumstruktur. Das Vierseitenhof-Prinzip ermöglicht es, große Baukörper selbstverständlich in eine kleinteilige Umgebung einzufügen.
Welche Vorteile bietet eine effiziente Erschließung im Wohnungsbau?
Eine effiziente Erschließung reduziert Verkehrsflächen wie Flure und erhöht die nutzbare Wohnfläche. Gleichzeitig verbessert sie die Orientierung und die Qualität der Grundrisse.
Welche Vorteile bietet eine Tiefgarage im Wohnungsbau?
Eine Tiefgarage ermöglicht eine klare Trennung von Verkehr und Aufenthaltsflächen. Dadurch entstehen autofreie Außenräume mit höherer Aufenthaltsqualität und mehr Sicherheit für Bewohner.
Wie entsteht wirtschaftlicher Wohnungsbau mit hoher Wohnqualität?
Durch ein Zusammenspiel aus städtebaulichem Konzept, effizienter Grundrissplanung und klarer Erschließung können Flächen optimal genutzt werden. Gleichzeitig sorgen durchdachte Wohnformen und Außenräume für eine hohe Lebensqualität.
Weitere Informationen zum Projekt
Projektentwicklung und Konzeptansatz
Das Projekt begann bereits mit der Akquise des Grundstücks im Rahmen eines Investorenwettbewerbs der Gemeinde. Ziel war es, für ein größeres Baufeld innerhalb eines Neubaugebiets ein städtebaulich verträgliches und wirtschaftlich tragfähiges Konzept zu entwickeln.
Der eingereichte Beitrag basierte auf der Idee eines Vierseitenhofs, einer im ländlichen Raum tief verwurzelten Typologie. Dieses Konzept überzeugte sowohl durch seine kulturelle Verankerung als auch durch die klare räumliche Struktur und führte zur Vergabe des Grundstücks.
Städtebau: Integration statt Kontrast
Das Umfeld ist geprägt von Einfamilienhäusern und einer kleinteiligen Struktur. Klassische großvolumige Wohnbauten würden hier als Fremdkörper wirken.
Durch die Transformation des Vierseitenhofs gelingt es, diese Maßstäblichkeit aufzunehmen. Die beiden L-förmigen Baukörper definieren gemeinsam einen Hof, der als sozialer Mittelpunkt der Anlage fungiert.
Dieser Hof ist nicht nur Erschließungsfläche, sondern ein aktiv genutzter Raum, vergleichbar mit dem Leben auf einem traditionellen Bauernhof.
Erschließung und Wohnkonzept
Ein wesentliches Ziel war es, die Effizienz eines Mehrfamilienhauses mit der Wohnqualität eines Einfamilienhauses zu verbinden.
Maisonettewohnungen
Sechs Wohnungen je Gebäude sind als Maisonetten organisiert und verfügen über eigene Eingänge vom Hof. Diese Struktur vermeidet lange Flure und schafft ein unmittelbares, individuelles Wohnerlebnis.
Zentrale Wohnungen
Über das zentrale Treppenhaus werden kompaktere Wohnungen erschlossen. Die Position im Innenwinkel des Baukörpers ermöglicht eine effiziente Organisation und gleichzeitig eine gute Belichtung.
Dachgeschoss
Im Dachgeschoss entstehen großzügige Wohnungen mit Dachterrassen. Trotz der Dachschrägen bieten diese Einheiten eine hohe räumliche Qualität und eine besondere Wohnatmosphäre.
Funktion und Wirtschaftlichkeit
Die Struktur des Gebäudes ermöglicht eine hohe Flächeneffizienz:
- Vermeidung von innenliegenden Erschließungsflächen
- klare Grundrissorganisation
- wirtschaftliche Bauweise
Gleichzeitig entsteht ein Mehrwert für alle Beteiligten:
- Bewohner profitieren von hoher Wohnqualität
- die Gemeinde erhält ein stimmiges Ortsbild
- der Investor profitiert von effizient nutzbarer Fläche
Architektur und Gestaltung
Die Gestaltung orientiert sich an traditionellen Bauernhöfen in Oberbayern, ohne diese zu kopieren.
Fassade
- Kombination aus Putz- und Holzflächen
- Lochfenster im Putzbereich
- größere Öffnungen in Holzfassaden gebündelt
- Loggien statt Balkone
Balkone sind als Loggien in den Baukörper integriert und werden Teil der Fassadenstruktur.
Dach
- ruhige, durchgehende Dachflächen
- Verzicht auf Gauben
- Belichtung über Giebelseiten und Dacheinschnitte
Technik und Infrastruktur
Unter der gesamten Anlage befindet sich eine Tiefgarage mit über 60 Stellplätzen. Sie ermöglicht eine autofreie Hofsituation und stärkt die Qualität des Außenraums.
Leistungsumfang
- Grundstücksakquise und Konzeptentwicklung
- Entwurfs- und Genehmigungsplanung
- Abstimmung mit Gemeinde und Öffentlichkeit
- Ausführungsplanung
- Koordination der Fachplaner
- Erstellung von Vermarktungsunterlagen
- Mitwirkung bei der Projektveräußerung
Planerische Haltung
Das Projekt zeigt exemplarisch eine Planungsstrategie, die auf drei zentralen Qualitäten basiert:
- starke konzeptionelle Ansätze, die Projekte überhaupt erst ermöglichen
- präzise und wirtschaftliche Planung, die Mehrwert schafft
- kulturelle Verankerung, die Architektur nachhaltig im Kontext verankert